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Zwei Reihen Häuser und eine Gasse


Foto: Greiff-Gossen – Archiv

In dem engen Bereich zwischen Strom und Fels, eingepfercht zwischen Mauer und Türme, lag wie ein wohlbehütetes Vogelnest das alte Städtchen, das im 14. Jahrhundert kaum 200 Seelen zählte. Der schmale Raum ließ nur die Anlage einer einzigen, von zwei Reihen Häuser umstandenen Gasse zu, heute gewichtig: Große Burgstraße genannt. Im Mittelalter hieß sie die Talgasse, wobei man wegen der Länge in Ober-, Mittel- und Hintertal unterschied. Von ihr führte eine schmale, winkelige Schiefertreppe – sie besteht heute noch an dem Haus Nr.44 – nach der alten Kirche und dem Friedhof hinauf, die hinter den Häusern am Fuße des Katzenberges lagen. Auch eine kleinere Anzahl Häuser befand sich dort, die später beim Bahnbau mit Kirche und Friedhof in Wegfall kamen. (Siehe Kapitel “Religion und Kirchenwesen“!)

Wer von Wellmich nach Kaub oder umgekehrt wollte, mußte diese Gasse durchqueren, da es keinen Uferweg gab. Auch im Forstbachtal hatten sich mit der Zeit unterhalb der alten Mühlen eine Anzahl Häuser angesiedelt, deren Bewohner zwar Bürger von St. Goarshausen waren, aber, da sie außerhalb der Stadtmauer wohnten, jeden äußeren Schutz entbehrten und daher in Kriegszeiten gezwungen waren, sich in die befestigte Stadt zu flüchten.

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Die hier vorgestellten Ansichten entsprechen weder denen der Urheber dieser Internetseite noch möglicherweise dem modernen Stand der Geschichtsforschung.

Wir verweisen auf das einleitende Kapitel zur Erläuterung.