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Der untere Wasem

Ein wesentlicher Teil des heutigen St. Goarshäuser Geländes ist in der genannten Gemarkungsbeschreibung nicht erwähnt, nämlich der sogenannte „Untere Wasem“, also das damalige, mit Nußbäumen bestandene Wiesengelände, das sich unterhalb der Hasenbachmündung bis halbwegs Wellmich hinzog. Dieser aus ehemaligem Schwemmland entstandene “Untere Wasem“, so genannt zum Unterschied von dem oberhalb der Hasenbach befindlichen “Oberen Wasem“ – hatte einen Flächengehalt von 12 Morgen und 91 Ruten und gehörte der Stadt – und Schlossverwaltung St. Goar. Er diente der Rheinfelser Besatzung als Übungsplatz, da es auf dem jenseitigen Ufer an einem geeigneten Platz dafür fehlte. Auch die großen Schützenfeste der St. Goarer Schützengesellschaft, sowie das altbekannte St. Goarshäuser „Pfingstspiel“ über das wir in dem Kapitel „Die St. Goarshäuser Märkte“ ausführlich berichten, fanden hier statt. Mit seinen alten schattigen Nußbäumen und seiner Lage inmitten der herrlichen Stromlandschaft war es ein wunderbarer Festplatz, der seine Anziehungskraft auf die Bevölkerung des ganzen Umkreises nicht verfehlte.

Die Gemeinde St. Goarshausen hatte auf dieses Gelände ein altverbrieftes Weidrecht, daher das Grundstück als Wiese den St. Goarern kaum einen wirtschaftlichen Nutzen abwarf, denn der Ertrag aus den Nüssen betrug nur 100 bis 250 Gulden im Jahr. Dieser Umstand, wozu noch die veränderten politischen Verhältnisse kamen, veranlaßte die Stadt St. Goar, den Wasen im Jahre 1840 zum Preise von 2327 Gulden und 30 Kreuzer an die Gemeinde St. Goarshausen zu veräußern.

Heute ist das Gelände völlig mit Villen und Gärten bebaut.

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Die hier vorgestellten Ansichten entsprechen weder denen der Urheber dieser Internetseite noch möglicherweise dem modernen Stand der Geschichtsforschung.

Wir verweisen auf das einleitende Kapitel zur Erläuterung.